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1816: Hungersnot im Landkreis Montjoie

Nach einem ungewöhnlich schneereichen Winter kamen die Schafe bis in den April hinein nicht auf die Weideplätze, die überwiegend im Venn lagen. Auch die Frühjahrsaussaat war Mitte Mai noch nicht beendet, Anfang Juni setzte Regenwetter ein, das sich mit nur kurzen Unterbrechungen bis in den Herbst hinein fortsetzte, sodass Ende September das Heu noch nicht eingebracht war. Von den Feldfrüchten war nichts reif geworden und der Hafer stand Mitte Oktober noch grün auf dem Halm. Mitte Oktober begann bereits der Schneefall. Da auch im Aachener und Jülicher Land nur schlechte Ernten eingebracht werden konnten und die Preise für Nahrungsmittel ins Unerschwingliche anstiegen, traf dies die ohnehin relativ arme Bevölkerung im Landkreis Montjoie besonders hart. Um die ärgste Not im Landkreis zu lindern ließ der Preußische König Friedrich Wilhelm III Getreide aus den Ostprovinzen in die Gemeinden des Landkreises schaffen. Für den Landkreis Montjoie sollen es 3000 Scheffel gewesen sein.

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